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Solidarität

...mit den gefangenen und verletzten AktivistInnen vom EU-Gipfel in Göteborg!

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Transpi der Demo in Berlin

Beim EU-Gipfel in Göteborg (14.-16.6.2001) wurden Demonstranten durch scharfe Schüsse von den Bullen verletzt. Ein Mensch aus Schweden kam mit einem Bauchdurchschuss ins Krankenhaus. Einem Deutschen wurde ins Bein geschossen. Die Medien meldeten fast einhellig, dass es sich um Notwehr der Bullen gehandelt habe. Bei den Filmausschnitten im TV war aber von einer konkreten Bedrohnung nichts zu sehen. Die Bullen liefen in einer Reihe die Strasse lang und hielten die gezogenen Pistolen auch in Kopfhöhe. AktivistInnen in direkter Nähe der Bullen waren bei den Schüssen nicht zu sehen. Es gab einige Erklärungsversuche seitens der Bullen, z.B. hiess es, die Beamten wären direkt bedroht worden und hätten in Lebensgefahr gehandelt, oder: die Gummigeschosse seien ausgegangen.
Mehrere Politiker rechtfertigten das Vorgehen der Bullen gegen die "Chaoten" und forderten in Zukunft ein "Ausreiseverbot für Polit-Hooligans" (Zitat Schröder).
Desweiteren wurden in den drei Tagen über 600 Leute verhaftet, viele wurden schon an den Grenzen zu Schweden aufgehalten oder wieder abgeschoben. Einige wurden nach ein paar Tagen nach Hamburg ausgeflogen.

Aus Protest gegen das brutale Vorgehen der Bullen und auch gegen das Verharmlosen von Medien und Politikern gab es in vielen Städten bisher Protestaktionen und -kundgebungen. Weitere Demonstration sind schon geplant.

Sonntag, 1.7.

Moskau (Russland): 25 Leute versammelten sich bei der schwedischen Botschaft, um gegen die Menschenrechtsverletzungen der schwedischen Regierung beim EU-Gipfel in Göteborg zu demonstrieren. Sie forderten die Freilassung der 58 Personen, speziell von Artem Chlenov aus Kasimov, der seinen 32. Geburtstag am 23. Juni im Gefängnis verbrachte. Bericht
Berlin: Zwischen 300 und 400 Leute beteiligten sich an einer Demonstration gegen die Schüsse und Verhaftungen in Göteborg vom Nollendorfplatz über die schwedische Botschaft und Breitscheidplatz zum Savignyplatz. Demoaufruf, Fotos und Bericht

Donnerstag, 28.6.

New York (USA): Das New Yorker Direct Action Network ruft auf, zu einer Mahnwache und Pressekonferenz zwischen 12.00 und 14.00 Uhr beim schwedischen Konsulat. Bericht
London (UK): Demo

Mittwoch, 27.6.

Neuchâtel (Schweiz): Am Bahnhof wurden am frühen Abend Flugblätter "Stoppt die Kriminalisierung der DemonstrantInnen" in Solidarität mit den Leuten in Göteborg verteilt. Die Aktion verlief ziemlich gut, es gab viele Diskussionen.

Montag, 25.6.

St. Petersburg (Russland): 10 Leute (Anarchistische Liga, unorganisierte AnarchistInnen, Leute von Rainbow Keepers u.a.) hielten eine Kundgebung vor dem schwedischen Konsulat ab. Sie riefen Parolen in russisch und schwedisch, und übergaben einen Protestbrief gegen die Verhaftung von Artem Shlenov in Göteborg. Die Bullen hielten sich zurück, obwohl die Aktion nicht legal war.

Samstag, 23.6.

Unna: Ungefähr 35 Leute zogen gegen Mittag mit zwei Transparenten und Mega Richtung Marktplatz. Motto: "Göteborg: Demonstrant erschossen, Unna: Marktplatz geschlossen". Dessen Eingänge wurden nun symbolisch mit Baustellenband abgesperrt. Den erstaunten PassantInnen wurde eine Erklärung verlesen, dass die "Autonomen" sich gezwungen sahen den Marktplatz bis auf weiters zu sperren, da bekannt war das konsumwütige BürgerInnen ein heilloses Durcheinander auf den Wühltischen veranstalten sollten. Bericht
Dublin (Irland): Von 12.45 bis 13.15 Uhr veranstalten "The Workers Solidarity Movement" und das "Syndicalist Solidarity Network" eine Protestaktion vor der schwedischen Botschaft (13-17 Dawson Street), gegen die Repression, welcher die antikapitalistischen DemonstrantInnen in Göteborg ausgesetzt waren.

Freitag, 22.6.

Montreal (Kanada): Über 100 Leute demonstrierten gegen Bullengewalt und die Schüsse in Göteborg. Fotos gibt es bei http://www.montreal.indymedia.org

Donnerstag, 21.6.

Brüssel (Belgien): An der Protestkundgebung um 17.30 Uhr bei der schwedischen Botschaft nahmen etwa 80 Leute teil. 3 von ihnen wurden in die Botschaft gelassen. Der Botschafter sagte, er wäre über die offizielle Erklärung der schwedischen Regierung nicht informiert worden.
Stockholm (Schweden): 200 Leute versammelten sich, um ihre Solidarität mit den Opfern der Bullengewalt zu zeigen.
Thessaloniki (Griechenland): Etwa 100-150 AnarchistInnen demonstrierten zur schwedischen Botschaft, begleitet von vielen Bullen. Die Parolen auf der Demo gingen gegen Globalisierung und auch gegen die Bullen und deren Gewalt.
Toronto (Kanada): Etwa 30 Leute protestierten vor dem schwedischen Handelsbüro. Zu der brutalen Bullengewalt in Göteborg wurden Unterschriften gesammelt, Infos verlesen und an PassantInnen verteilt.
Melbourne (Australien): Protestaktion bei einem Treffen und Empfang der schwedisch-australischen Handelskammer im Atrium.

Mittwoch, 20.6.

Ghent (Belgien): 40 Leute bei einer Protestdemo beim schwedischen Konsulat.

Dienstag, 19.6.

Athen (Griechenland): Es fanden zwei Aktionen statt: um 17.00 Uhr besetzten 25 Mitglieder des anti-globalistischen Virus Kollektivs die Athener Nachrichtenagentur und verlangten, dass eine Solidaritätsbotschaft an griechische und ausländische Medien gesendet wird. Dies wurde nach kurzer Verhandlung auch erreicht. Später um 19.00 Uhr fand vor der schwedischen Botschaft eine Solidaritäts-Demonstration mit etwa 300 Leuten statt. Ein Bericht bei indymedia Schweden
Wien (Österreich): Etwa 50 Menschen demonstrierten gegen den brutalen Polizeieinsatz und in Solidarität mit den Protesten gegen den EU-Gipfel in Göteborg. Die Kundgebung fand vor der schwedischen Außenhandelsstelle in der Universitätsstraße statt.
Hamburg: es versammelten sich ca. 200 Leute spontan auf dem Uni-Campus. Von dort ging es in Richtung Schwedisches Konsulat. Nach einer kurzen Kundgebung ging die Demo zum Dammtorbahnhof zurück. Ein Bericht bei indymedia

Montag, 18.6.

Bern (Schweiz): Nachdem die Fassade der schwedischen Botschaft farblich verschönert wurde, gab es nun eine weitere Demo mit mehr als 100 Leuten. Die Bullen versperrten den Weg zur schwedischen Botschaft.
Oslo (Norwegen): etwa 200 Leute versammelten sich vor der schwedischen Botschaft, um ihre Solidarität mit den verhafteten und verletzten AktivistInnen in Göteborg zu zeigen. Es gab Reden und Musik. Bullen in Kampfausrüstung hatten die Botschaft mit Pferden und Hunden umstellt. Es sah manchmal so aus, als wollten sie die Kundgebung angreifen, aber es blieb friedlich.
Helsinki (Finnland): Etwa 100 Leute demonstrierten vor der schwedischen Botschaft ihre Solidarität gegen die Bullengewalt in Göteborg. Zwei Fotos unter http://www.vaikuttava.net.
London (UK): Die schwedische Botschaft war nachmittags das Ziel für eine Solidaritätsaktion. Leute versammelten sich davor, um ihre Wut über die Schüsse auf 3 AktivistInnen in Göteborg kundzutun. Bericht und Foto bei indymedia uk.
Hamburg: um 11.00 Uhr fand eine Kundgebung vor dem schwedischen Generalkonsulat (Alsterufer 15) statt. Es waren wohl nur 30 Leute dort.
Nürnberg: von 13.00 bis 14.00 Uhr werden sich die TeilnehmerInnen einer Mahnwache in einer Reihe mit dem Rücken zum Publikum vor die Lorenzkirche stellen, auf dem Rücken ein großes Fadenkreuz. Ein Transparent wird sie als "Globalisierungsgegner" ausweisen. Dazu werden Flugblätter verteilt "Die EU schießt scharf" u.ä.
Berlin: zu der Demo um 14.00 Uhr vom "Europäischen Haus", Unter den Linden 78 (nahe Brandenburger Tor) zur schwedischen Botschaft im Tiergarten gingen etwa 400 Leute los, bei der Abschlusskundgebung waren es aber nicht mehr so viele. Fotos

Sonntag, 17.6.

Washington (USA): es gab einen Aufruf, nachmittags vor der schwedischen Botschaft zu protestieren.
Athen (Griechenland): Früh morgens um 1.50 Uhr wurde ein Wagen der Bereitschaftspolizei mit einem Molotow-Cocktail angegriffen. Eine sofortige Verfolgung der Täter lief erfolglos. Später rief eine unbekannte Person bei einer Tageszeitung an und bekannte sich zu dem Anschlag und äusserte Solidarität mit den verletzten und inhaftierten AktivistInnen in Göteborg. Bericht bei indymedia Schweden.
Bern (Schweiz): das schwedische Konsulat wurde früh morgens um 5.30 Uhr mit Farbe verschönert.
Den Haag (Niederlande): Etwa 50 Leute demonstrierten aus Solidarität mit den durch Bullenschüsse Verletzten in Göteborg. Zwei DemonstrantInnen wurden wegen Vermummung verhaftet. Die Festnahmen erfolgten, nachdem die Demo ziemlich aggressiv nach etwa 20 Metern von den Bullen gestoppt wurde. Die DemonstrantInnen standen einer Übermacht an Bullen auf Pferden, M.E. (Mobile Einheiten - Bereitschaftspolizei) und Zivibullen gegenüber.
Napoli (Italien): erste Soli-Aktion vor der schwedischen Botschaft. DemonstrantInnen diskutierten mit Leuten auf der Strasse und erklärten, was in Göteborg passierte und was im Juli in Genua (G8-Treffen) geschehen wird. Weitere Soliaktionen werden folgen - eine Demonstration ist für die nächsten Tage geplant.
Rom (Italien): etwa 100 AktivistInnen demonstrierten ihre Solidarität mit den Leuten in Göteborg vor der schwedischen Botschaft.
München: Spontandemo gegen den Waffeneinsatz in Göteborg. Etwa 60 TeilnehmerInnen solidarisierten sich mit den Opfern der eskalierenden Polizeigewalt und zogen in einem, kurzfristig angemeldeten, Demonstrationszug vor das Schwedische Konsulat. Die Bullen verhielten sich friedlich, hatten nur die Vermummung von mehreren Einzelpersonen zu bemängeln.
Frankfurt: An der Bockenheimer Warte versammelten sich ca. 80 Leute, um ihre Solidarität mit den AktivistInnen in Göteborg zu zeigen. Die Demo ging zum schwedischen Konsulat, wo ein Transpi mit der Aufschrift "Ihr schießt in Göteborg - Solidarität heißt Widerstand" aufgehängt wurde.

Samstag, 16.6.

Hamburg: dort versammelten sich zwischen 100 und 200 Menschen an den Landungsbrücken und zogen anschließend vors schwedische Konsulat.
Nürnberg: im Rahmen der "Eat the Rich"-Demo wurden eine Lufthansa-Filiale blockiert und die Klos in einigen McDonalds zubetoniert.
Düsseldorf: dort gab es im Anschluss an eine andere Demonstration (Bonzenpparade) eine spontane Kundgebung vor dem schwedischen Konsulat (Berliner Allee 32). Dazu eine Fotogalerie.
Hannover: dort gab es ebenfalls eine spontane Kundgebung, wobei die Polizei nichts besseres zu tun hatte, als einzelne Menschen abzugreifen, festzusetzen und ihre Personalien aufzunehmen.
Stuttgart: etwa 40 Leute demonstrierten um 14.30 Uhr durch die Haupteinkaufsstrasse, wobei danach in einem McDonalds ein paar Stinkbomben Übelkeit verursachten.
Berlin: um 17.00 Uhr demonstrierten etwa 300 Leute über 2 Stunden lang durchs Zentrum (Unter den Linden bis Alexanderplatz). Hier gibt's Fotos und hier ein Video.
Milano (Italien): etwa 100 Leute (hauptsächlich von Tute Bianche) demonstrierten nachmittags im Zentrum zwischen Polizeipräsidium und schwedischem Konsulat, begleitet von einer doppelten Anzahl an Bullen. In den nächsten Tagen ist in Milano mit weiteren Aktionen zu rechnen.
Prag (Tschechien): etwa 700 Leute kamen zu einer Strassenparty (RTS) gegen Privatisierung von öffentlichem Raum, gegen Autowahn, neue verschärfte Versammlungsgesetze und gegen das kapitalistische System, welches dies alles unterstützt. Dies war auch eine Soliaktion für die antikapitalistischen Proteste in Göteborg.
Berlin: um 21.30 Uhr startete eine Spontandemo mit etwa 100 Leuten am Marianneplatz in Kreuzberg. Ein Video von KanalB.
Zürich (Schweiz): Solidaritätsdemo um 22.00 Uhr beim Bahnhof Stadelhofen. 100 Leute zogen vor die schwedische Botschaft.
Leipzig: in der Nacht kam es zu einer Spontandemonstration mit ca. 250 TeilnehmerInnen. Dabei kam es in der Leipziger Innenstadt zu Sachbeschädigungen.

Freitag, 15.6.

Berlin: nachdem von ersten Bulleneinsätzen und Massenfestnahmen in Göteborg zu hören war, gab es einen Aufruf, sich um 14.00 Uhr vor der schwedischen Botschaft zu versammeln. Leider kamen nur wenige Leute, dafür umso mehr Büttels.
Wien (Österreich): Von ca. 14 Uhr bis etwa 17 Uhr waren auf der Mariahilferstraße an 7 Punkten vor Großkonzernen an die 60 Aktivisten an Protest-Info-Aktionen beteiligt. Um ca. 17 Uhr fand am Westbahnhof - Ende der inneren Mariahilferstraße beim U3-Aufgang eine Kundgebung statt. Etwa gegen 17.30 Uhr formierte sich die Demonstration von etwa 200 Menschen. Weitere Berichte bei indymedia austria.
Linz (Österreich): Im Anschluss an den AntiWEF-Spaziergang gab es eine Protestkundgebung vor dem Schwedischen Konsulat. Nach einem lautstarken Lärmprotest gab Pippi Langstrumpf noch ihr "Här kommer Pippi Långstrumpf" zum besten.


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