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Stressfaktor - Berliner Terminkalender für linke Subkultur und Politik

Zeitungsberichte zum 1. Mai 2002
Auf dieser Seite findet Ihr die Zeitungsberichte, die im Vorfeld zum 1. Mai (hauptsächlich zu Berlin) erschienen sind.
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1. Mai 2002

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Quelle: Berliner Zeitung - 30.4.2002

Weniger Polizisten für mehr Demonstrationen

Andreas Kopietz und Lutz Schnedelbach

Etwa 5 000 Polizisten werden am Dienstag und Mittwoch im Einsatz sein. Das sind 2 000 weniger als geplant. Andere Bundesländer brauchen ihre Beamten am 1. Mai selbst und konnten deshalb nur einen Teil der von Berlin bestellten Polizisten zur Verstärkung schicken. Dafür muss die Polizei mehr Demonstrationen als in früheren Jahren begleiten. Laut Innensenator Ehrhart Körting (SPD) erwartet die Polizei "Schwerstarbeit".

Insgesamt sind für die Walpurgisnacht und den 1. Mai 42 Veranstaltungen angemeldet. So erwartet der DGB ab 10 Uhr zu seiner Demonstration 20 000 Teilnehmer. Der Zug führt vom Pariser Platz zum Roten Rathaus in Mitte. Um 13 Uhr gibt es eine Demonstration in Kreuzberg, zu der ein Bündnis aus maoistischen, trotzkistischen, stalinistischen und kommunistischen Gruppen aufgerufen hat. Diese Demo vereinigt sich ab 16 Uhr mit dem Zug eines "Linksradikalen und Autonomen 1.-Mai-Bündnisses".

Fest steht seit Montag auch die Route der für 18 Uhr geplanten "Revolutionären 1.-Mai-Demonstration", zu der ein Bündnis, unter anderem die "Antifaschistische Aktion", aufruft. Die Demonstration führt vom Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte zum Oranienplatz in Kreuzberg.

Ab 11 Uhr demonstriert die NPD in Hohenschönhausen. Wie berichtet, ist die Route vom S-Bahnhof Hohenschönhausen über die Pablo-Picasso-Straße geplant. Die NPD hat 1 400 Teilnehmer angemeldet. Parteiintern geht man davon aus, dass nicht mehr als 700 kommen werden. Die S-Bahn wird dieses Mal keine Sonderzüge bereitstellen. Das Bündnis "Europa gegen Rassismus" sowie das "Bündnis gegen Rechts" planen Gegenkundgebungen. Sie finden unter anderem am Lindencenter am Prerower Platz statt. Geht es nach der Polizei, dann bleiben Gegendemonstranten und Rechte durch die S-Bahn-Gleise weit voneinander getrennt. Die Feuerwehr rechnet bereits in der Walpurgisnacht mit mehr als hundert Einsätzen. Die Beamten gehen davon aus, dass im Mauerpark, auf dem Boxhagener Platz, auf dem Oranienplatz, im Britzer Garten sowie im Volkspark Friedrichshain Feuer entzündet werden.

Infotelefone

Aktuelle Infos zum Naziaufmarsch in Berlin gibt es unter folgenden Telefonnummern:

0177 - 477 03 86
030 - 44 34 1001

Infotelefone der unabhängigen Antifa

030 - 275 60 756
Antifa-Infotelefon der AAB

EA Berlin

Tel. 030 - 69 222 22
Meldet Euch beim Ermittlungsausschuss, wenn Ihr verhaftet wurdet oder Verhaftungen mitbekommen habt. Der EA ist vom 30.4. bis zum 2.5. erreichbar.

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