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Stressfaktor - Berliner Terminkalender für linke Subkultur und Politik

Texte zum 1. Mai 2002
Auf dieser Seite findet Ihr die Texte, die im Vorfeld zum 1. Mai (hauptsächlich zu Berlin) erschienen sind.
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1. Mai 2002

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Text: Antifaschistische Aktion Berlin - 29.4.2002

Antifa-News zum Naziaufmarsch am 1. Mai 2002 in Berlin

NPD-Demonstration am 1. Mai wird nach Hohenschönhausen verlegt. Antifaschisten rufen zu Gegenaktionen auf. Naziaufmarsch verhindern!

Am heutigen Vormittag hat der Berliner Innensenat entschieden, dass der Aufmarsch der neofaschistischen NPD am 1. Mai stattfinden kann. Allerdings nicht wie ursprünglich geplant in den Bezirken Friedrichshain und Mitte, sondern in Hohenschönhausen. Nach unseren Informationen soll nun die Nazi-Demo um 11 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am S-Bahnhof Hohenschönhausen beginnen, über die Egon-Erwin-Kisch-Straße zum S-Bahnhof Wartenberg und wieder zurück zum Bahnhof Hohenschönhausen führen, wo eine Abschlusskundgebung stattfinden soll. Da sich die Berliner S-Bahn GmbH weigert, den Nazis Sonderzüge zur Verfügung zu stellen, sind diese zum ersten Mal bei ihren Veranstaltungen in Berlin gezwungen, auf den regulären öffentlichen Personennahverkehr auszuweichen. Der Großteil der Nazis wird aber mit den Regionalzügen in Richtung Stralsund und Greifswald anreisen bzw. mit Bussen über die Berliner Autobahn/Abfahrtstelle Hohenschönhausen, sowie die Bundesstraße 158 zum S-Bahnhof Hohenschönhausen fahren.

Die Antifaschistische Aktion Berlin [AAB] ruft zusammen mit dem Bündnis "Gemeinsam Gegen Rechts", der Initiative "Europa ohne Rassismus" und dem "Grottian-Personenbündnis" unter dem Motto Naziaufmarsch stoppen! dazu auf, diese erneute neofaschistische Provokation nicht hinzunehmen und mit antifaschistischen Aktionen auf den verschiedensten Ebenen deutlich zu machen, dass öffentliche Auftritte von Nazis in Berlin nicht geduldet werden.
Die vom Bündnis "Gemeinsam gegen Rechts" ab 10 Uhr angemeldete antifaschistische Gegendemonstration von der Falkenberger Chaussee / Ecke Prendener Straße zur Vincent-van-Gogh-Straße ist mit Verweis auf mögliche militante Auseinandersetzungen zwischen Antifas und Nazis verboten worden. Es wurde vom Anmelder Klage eingereicht und eine Entscheidung wird für morgen erwartet. Eine weitere - aber genehmigte - antifaschistische Gegenkundgebung der Initiative "Europa ohne Rassismus" ist am Lindencenter angemeldet. Sollte das Demonstrationsverbot bestehen bleiben, wird in westlicher Richtung des S-Bahnhofes Hohenschönhausen eine Kundgebung des Bündnis "Gemeinsam gegen Rechts" ab 10 Uhr stattfinden.

Beteiligt Euch alle an der Gegenveranstaltung des Bündnis "Gemeinsam gegen Rechts", um von dort aus offensiven antifaschistischen Widerstand leisten zu können und den Naziaufmarsch mit einer Blockade zu verhindern.

Also, kommt zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Berlin:

10 Uhr - Demo gegen den Naziaufmarsch - Falkenberger Chaussee / Ecke Prendener Straße - Abschlusskundgebung in unmittelbarer Nähe der Nazi Demo:
- Pablo-Picasso Straße/Ecke Falkenberger Chaussee
- wenn diese Demo verboten bleiben sollte kommt 10 Uhr zum S-Bahnhof Hohenschönhausen in westlicher Richtung.
Die [AAB] hat ein öffentliches Infotelefon eingerichtet. Unter der Nummer (030) 27 56 07 56 können die jeweils aktuellen Informationen abgefragt werden.

Naziaufmarsch verhindern! - Antifa heißt Angriff!

Antifaschistische Aktion Berlin [AAB]

Infotelefone

Aktuelle Infos zum Naziaufmarsch in Berlin gibt es unter folgenden Telefonnummern:

0177 - 477 03 86
030 - 44 34 1001

Infotelefone der unabhängigen Antifa

030 - 275 60 756
Antifa-Infotelefon der AAB

EA Berlin

Tel. 030 - 69 222 22
Meldet Euch beim Ermittlungsausschuss, wenn Ihr verhaftet wurdet oder Verhaftungen mitbekommen habt. Der EA ist vom 30.4. bis zum 2.5. erreichbar.

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