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Internet- und Papierausgabe des Stressfaktors sind zwei getrennte Projekte.

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beide Ausgaben:
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Alle Veranstaltungsorte und Projekte, die hier zukünftig ihre Termine lesen wollen, beachten bitte die Hinweise auf unserer Kontaktseite.

3 Termine

Mi, 01. August 2018

16:00
Radio Aktiv Berlin: Radio Aktiv Berlin.

Sendezeit ist jeden Mittwoch 16 - 17 Uhr auf der 88,4 FM in Berlin und 90,7 FM in Potsdam Unser Blog
Radio/TV
19:00
Regenbogenfabrik: Cinéma Klassenkampf #12: Der Streik der Vivantes Service GmbH

Der kommunale Krankenhauskonzern Vivantes betreibt Tarifflucht: Mitarbeiter_innen werden in Tochterunternehmen aufgespalten, um ihnen für die gleiche Arbeit weniger Lohn zahlen zu können. Fünf Wochen lang haben Beschäftigte der Vivantes Service GmbH (VSG) gestreikt, um in den Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) aufgenommen zu werden, wie ihre Kolleg_innen im Mutterkonzern. Vergeblich. Der Streikverlauf und was drumherum geschah ist eine Aneinanderreihung von Skandalen. Unmittelbar nach dem Ende des Streiks gab der Landesrechnungshof eine Rüge wegen zu hoher Managergehälter bei Vivantes heraus. Es gab also sehr wohl Geld zu verteilen, nur eben nicht für alle. Das Statement der Tarifkommission VSG: "Der Streik war nur ein Warmup auf unserem Weg zum TVöD 100%." Wie geht es jetzt weiter? Wir wollen in der Veranstaltung Videos vom Streik zeigen und den Streikenden ein öffentliches Forum geben, um nachzubesprechen, was passiert ist. Wie könnten die nächsten Schritte auf dem Weg zum TVöD für alle aussehen? Zu Gast sind Beschäftigte der VSG, die aus erster Hand berichten.
Diskussion/VortragFilm
20:30
Museum des Kapitalismus: Workshop: Kulturalismus

Der Workshop findet im Rahmen der MDK-Academy statt.
Seit dem Zusammenbruch des "real existierenden Sozialismus" haben sich auch die vorherrschenden Deutungsmuster des politischen Geschehens in der öffentlichen Debatte und in der Wissenschaft gewandelt. Die Frage nach dem besseren ökonomischen Regulationsmodell wurde von neuen Differenzen abgelöst. Nachdem sich die Diagnose vom "Ende der Geschichte" und dem Siegeszug von Marktwirtschaft und Demokratie innerhalb kürzester Zeit blamiert hatte, setzte sich die Differenz zwischen den Kulturen als Erklärungsmuster für Bürgerkriege, Terrorismus, ökonomische und institutionelle Krisen durch.
Samuel P. Huntingtons Buch "Clash of Civilization" kann als Blaupause für das kulturalistische Narrativ angesehen werden. Westliche Rechte und Islamist_innen beschwören spätestens seitdem gleichermaßen einen "Kampf der Kulturen" und machen fremde kulturelle Einflüsse für soziale Unsicherheit und Beschleunigung in den eigenen Ländern verantwortlich.
Aber welcher Kulturbegriff liegt der Idee von einem "Kampf der Kulturen" zu Grunde? Wie verhält sich der Siegeszug kulturalistischer Ideologie zum "cultural turn" in der kritischen Gesellschaftstheorie? Was macht den Kulturalismus als Erklärungsmuster so attraktiv? Was ist das Verhältnis des Kulturalismus zu Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus? Und vor allem: wie kann linke Kritik und Praxis in Zeiten kulturalistischer Hegemonie aussehen? Lässt sich der Begriff der "Kultur" aus einer linken Perspektive überhaupt retten?
Alle diese Fragen werden im Workshop auf Basis von Textausschnitten und kurzen Inputs diskutiert werden. Gemeinsam wollen wir mögliche Antwort auf ihre Erklärungskraft prüfen und Ansätze von Strategien entwickeln.

Kurs/WorkshopDiskussion/Vortrag